Das CytoSorb-Registry: Internationales Register zur CytoSorb-Anwendung bei Intensivpatienten

IntensivNews, September 2015

Prof. Dr. Frank Brunkhorst, Manja Schein, Viola Bahr, Dr. Vladimir Patchev, Dr. Ulrike Schumacher

Extrakorporale „Blutreinigungsverfahren“ werden seit ca. 15 Jahren als therapeutisches Verfahren bei Sepsis-Patienten angewendet. Die Rationale basiert auf der Beobachtung, dass eine lang andauernde und exzessive Entzündungsreaktion, die mit kontinuierlicher Freisetzung inflammatorischer Mediatoren einhergeht, zu einem multiplen Organversagen mit tödlichem Ausgang beitragen kann.

Zytotoxische Effekte mit Substratverlust in multiplen Organen [Suntharalingam G; N Engl J Med 2006; 355:1018] und eine „Immunparalyse“ [Hotchkiss RS; Nat Med 2009; 15:496] mit resultierender Anfälligkeit zu interkurrenten und nosokomialen Infektionen beschreiben die wichtigsten pathologischen Konsequenzen einer erhöhten Freisetzung von Entzündungsmediatoren.

Daraus entstand das Konzept, dass die Eliminierung von Entzündungsmediatoren, bakteriellen Toxinen und Gewebeabbauproteinen aus der systemischen Zirkulation eine Wiederherstellung der Immunreaktivität und den Allgemeinzustand der Patienten vorteilhaft beeinflussen könnte.

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